Museum

Hurlach am Ende der Bronzezeit

Mit dem dreizehnten vorchristlichen Jahrhundert nehmen in Europa deutliche Veränderungen in der Gesellschaft ihren Anfang, die erhebliche Auswirkungen auf Sitten und Gebräuche der Menschen haben.

Noch in der Mittleren Bronzezeit (ca. 1600 v. Chr.) bestattete man in Süddeutschland den Leichnam des Toten in einer reich ausgestatteten Grabkammer unter einem Hügel. Um 1300 v. Chr. begann man jedoch, die Verstorbenen zu verbrennen und in schlichten Urnengräbern zu bestatten, die bald zu riesigen Friedhöfen anwuchsen.

In Hurlach befand sich einer der größten Friedhöfe dieser Epoche in Bayern, der im Zuge der Erschließung des Neubaugebietes Mitterfeld seit Herbst 1995 zu Tage kam und erstaunliche Funde bescherte. Was spielte sich vor ca. 3000 Jahren ab? Wie wohnten die Menschen und wie sahen sie aus? Gab es schon damals einen Leichenschmaus? Fragen, die die Ausstellung im Gemeindemuseum zu beantworten versucht.

Sie zeigt dazu die tönernen Urnen und ihre Beigaben, darunter u. a. Schmuck aus Gold und Bronze, eherne Waffen sowie ein ganzes Service aus Keramik. Als Höhepunkt des Museums soll die Rekonstruktion eines Brandgrabes Zeugnis für den Reichtum Hurlachs ablegen. Darüber hinaus spannen Grafiken und Abbildungen den Bogen zur Arbeit der Archäologen und ihren Methoden vom ersten Spatenstich bis hin zur fertigen Ausstellung.

Grabungen

Die Grabung begann im Herbst 1995, zunächst durch Herrn von Schnurbein, dann übernahm eine private Firma und  zuletzt wurden die Grabungen durch Landesamt geführt.

Die "big points" sind auf jeden Fall der urnenfelderzeitliche Friedhof und die Via Claudia. 

Seid dem Jahr 2003 führt Herr Peter Mayr die Ausgrabungen im Neubaugebiet Hurlach Mitterfeld.

In den Ausstellungsräumen des Museums, sowie der Bücherei, sind Tafeln angebracht auf denen Sie die Möglichkeit haben viele Informationen zu entnehmen. 

Ausstellung